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100 Jahre Modegeschichte (1960er bis 1980er) | Teil 2

25. Juni 2019 / Fashion

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Anzeige | Wie ich Euch im –>vorherigen Artikel über die Modegeschichte der 1920er bis zu den 1950ern versprochen habe, geht es nun weiter mit den Dekaden der 60er bis zu den 90ern. Auch für diesen Zeitraum findet Ihr einen übersichtlichen Zeitstrahl hier.

Modegeschichte der 60er Jahre – Gesellschaftswandel und modische Revolution

Die 60er Jahre stehen im Zeichen von Gesellschaftswandel, technischen Innovationen, Studenten- und Flower-Power-Bewegungen, Demonstrationen und Nachwirkungen des Wirtschaftswunders der vergangenen Dekade. Die für die 60er Jahre charakteristischen Freiheitsbestrebungen führten zu einem anderen Selbstverständnis der Frauen und brachten somit auch neue Modetrends hervor. So waren Etikette und Eleganz eher nebensächlich. Modebewusste Frauen legten vielmehr Wert auf Individualität und Unangepasstheit. Mode sollte nun die persönliche Lebenseinstellung zum Ausdruck bringen.

Neben Trends wie androgynen kniekurzen A-Kleidern, kurzen Jäckchen zum schmalen Rock und Pop-Art-Mustern ist der Minirock die modische Revolution der Swinging Sixties. Daneben feiert der Bubikragen der 20er Jahre sein Revival. Der züchtig hochgeschlossene Schnitt steht ganz im Kontrast zur neuen kurzen Rocklänge. Der Summer of Love brachte 1967 die Hippie-Mode hervor. Aber auch viele Elemente des Boho-Chic gehen auf die späten 60er zurück. Neben bunten Batikkleidern, Schlaghosen, abgetragenen Blue Jeans, wallenden Röcken, Blumenprints und nicht zuletzt dem revolutionären Minirock lassen Stilikonen wie Audrey Hepburn und Jackie Kennedy das Etuikleid/ Kleine Schwarze aus den 20er Jahren wieder aufleben.

Modegeschichte der 1960er Frau im Paisley Kleid am Swimming Pool

Meine Favoriten der 60er Jahre:

Etuikleid

Die aus diesem Jahrzehnt zahlreichen hervorgegangenen Modestile machen es einem wahrlich schwer, sich zu entscheiden. Dennoch steht für mich das Etuikleid ganz vorne. Ist es doch so zeitlos und lässt sich immer wieder neu für die jeweiligen Anlässe kombinieren. Außerdem bringt es kaum ein anderes Kleidungsstück einfacher und eleganter auf den Punkt als das seinerzeit von Givenchy für den Film Frühstück bei Tiffany (1961) entworfene Kleid in schwarz. Das nahezu zu jeder Lebenslage passende Kleid ist daher auch in der Gegenwart noch ganz aktuell. Auch das bereits von Yves Saint Laurent entworfene sachliche Etuikleid für die ”Karrierefrau” eignet sich heute noch hervorragend für das Büro. Ganz klassisch werden High Heels dazu getragen. Alternativ lassen sich aber auch flache Schuhe wie Sandalen, Ballerinas oder Schnürschuhe dazu kombinieren. Dezenter Schmuck und rote Lippen machen den Look erst richtig edel. Freunde des Stilbruchs tragen zum Etuikleid beispielsweise eine Lederjacke oder dezent eingesetzte grelle Farben.

Boho Chic & Minirock

Ein weiterer Modefavorit dieser Zeit ist für mich der Boho-Chic mit seinen femininen und verspielten Kleidern, die immer noch sehr modern wirken. Nicht zuletzt bin ich ein großer Fan des Minirocks. Dieser kann sehr gut im Alltag mit einem Sweatshirt und Sneakern, aber auch abends zu Pumps bzw. Ankle Boots getragen werden. Gleich wie man ihn auch kombiniert: im Büro hat er nichts verloren. Ansonsten gilt beim Minirock für mich das Prinzip, dass weniger mehr ist. Wenn ich die Beine schon mit einem kurzen Rock akzentuiere, dann greife ich keinesfalls mehr zur tief-dekolletierten Bluse.

Modegeschichte der 1960er Frau im Maxikleid am Swimmingpool in Porto Cervo

Modegeschichte der 1960er Frau im Maxikleid am Swimmingpool in Porto Cervo

Modegeschichte der 70er Jahre – Hippie-Trend & Disco-Glam

Die Modegeschichte der Seventies ist geprägt von der bereits im vorhergehenden Jahrzehnt aufgekommenen Hippie- und Flower-Power-Bewegung, die sich politisch engagierte und u.a. gegen den Krieg in Vietnam demonstrierte. Überwiegend halten Liebe, Frieden und gewaltloser Widerstand Einzug in der Gesellschaft. Mit dem 1977 erlassenen Gesetz zur Reform des Ehe- und Familienrechts gab es de lege keine vorgeschriebene Aufgabenverteilung in der Ehe mehr. Dies stärkte – zumindest offiziell – die Rechte und das Selbstbewusstsein der Frauen.

Auch wenn die 60er Jahre bereits als modische Revolution angesehen werden, so stellen die 1970er Jahre sie dennoch in den Schatten. Dies zeigt sich bereits 1971 als die Hot Pants auf den Markt kommen. Modisch gesehen sind die 70er Jahre noch facettenreicher, und es etablieren sich diverse Modestile. Schlaghosen, auffallende Blumenmuster sowie lange weite Kleider und Tuniken sind weiterhin sehr beliebt unter den Jugendlichen. Flower Power ist das entscheidende Schlagwort dieser Zeit. Den Geschehnissen des Vietnamkrieges begegnete man mit Pazifismus, ausgefallenen Mustern und Schnitten. Aber auch mit dem Military Trend brachte man seine Ablehnung des Krieges zum Ausdruck. Aufgrund der Ölkrise heißt es zudem ”zurück zur Natur”. Der Trend geht u.a. zum Selbst-Gehäkelten oder -Geschneidertem. Daneben erfreut sich der Folklore-Stil an sehr großer Beliebtheit. (Modische) Gegenströmungen sind die der Punks, die mit schwarzem Leder, zerschlissenen Jeans, Nieten und gefärbten Haaren ein Zeichen setzen wollen. Ein weiterer modischer Meilenstein ist der Disco-Glam. Filme wie Saturday Night Fever mit John Travolta forcierten diese Welle, die Schlaghosen, Plateauschuhe sowie Catsuits hervorbrachte.

Modegeschichte der 1970er und 1980er Frau in Porto Cervo in Hot Pants und Statement Bluse

Meine Favoriten der 70er Jahre:

Hippie-Kleider & Hot Pants

Hippie-Kleider und Hot Pants erfreuen sich auch heutzutage noch großer Beliebtheit. Aus naheliegenden Gründen eignen sich die genannten Kleidungsstücke nicht für offizielle Anlässe. Auch im Büro haben sie nichts verloren. In der Freizeit hingegen können sie – gut kombiniert – ihren großen Auftritt haben. Ich für meinen Fall trage Hippie-Kleider und Hot Pants gerne im Sommer. Jedes Jahr begleiten sie mich zusammen mit flachen Sandalen in den Urlaub. Alternativ trage ich dazu schlichte Turnschuhe; momentan sogar gerne mit Plateau. Pumps passen nach meinem Dafürhalten nicht zu den Flower-Power Kleidern, denn es lässt sie bieder erscheinen. Bei dem Zusammenspiel von Hot Pants und High Heels ist Vorsicht geboten. Ich für meinen Teil verzichte ganz auf diese Kombination. Wer das nicht möchte, der sollte zumindest darauf achten, dass die Pants nicht zu kurz und die Absätze nicht zu hoch sind. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Outfit fehlinterpretiert wird. Grundsätzlich habe ich auch das eine oder andere 70s-Teil in meinem Kleiderschrank. Wenn ich zu einem Kleidungsstück dieser Zeit greife, halte ich das restliche Outfit eher schlicht. Dies vor allem, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass ich auf die nächste Schlagerparty gehe.

Modegeschichte der 1970er und 1980er Frau in Porto Cervo in Hot Pants und Statement Bluse

Modegeschichte der 80er Jahre –  Jahrzehnt mit der schlechtesten Mode

Die Gesellschaft der 80er Jahre befand sich im Umbruch. Man investierte mehr denn je in Bildung und die Frauenbewegung begann sich zu etablieren. Daneben lässt sich ein allgemeiner Wertewandel feststellen; der Trend geht zur ”Erlebnisgesellschaft”. Das Lebensgefühl der 8. Dekade des vergangenen Jahrhunderts war optimistisch, lebensfrei und vor allem spaßorientiert. Wir denken schnell an den verschwenderischen Lebensstil der Yuppies in den 80er Jahren. Denn es zeigte sich allgemein eine erhebliche Wohlstandssteigerung, was sich auch in der Umschichtung des Konsums bemerkbar machte. Auch kommen uns bei der sog. ”Generation Golf” ”Heile-Welt-Fernsehformate” wie ”Wetten-dass” in den Sinn. Daneben brachten u.a. Serien wie ”Dallas” oder ”Denver Clan” die Stilikonen der 80er hervor. Neben den Schauspielern lassen sich jedoch auch Tennisstars und Musiker wie z.B. Madonna, Boy George, Nena, Steffi Graf, Boris Becker oder Modern Talking feiern. Es ist das Jahrzehnt des Mauerfalls. Jedoch prägen Kalter Krieg, Tschernobyl und die Seuche Aids ebenfalls diese Dekade.

Modisch gesehen konnte es gar nicht extrem genug sein, was sich u.a. im ”Big Hair” sowie den weit ausladenden Schultern der Mode zeigt. Die 80er Jahre sind in die Modegeschichte als das Jahrzehnt mit der schlechtesten Mode eingegangen. Das modische Jahrzehnt der Extreme war lange Zeit verpönt. Mittlerweile haben sie jedoch einen gewissen Kultkarakter erlangt. Verschiedene Elemente finden sich daher heute in der Mode wieder. So erleben beispielsweise Leggings, Pfennigabsätze, Leopardenmuster und Neonfarben ihr Revival. Auch die in den 80er Jahren auf den Markt gebrachten Espadrilles sind heute nicht mehr aus dem Schuhsortiment wegzudenken.

Favoriten der 80er Jahre:

Overknee Stiefel

Als Kind der 80er Jahre stehe ich mit einigen Bekleidungsstücken dieser Dekade immer noch auf Kriegsfuss. So fand ich schon damals die breiten Schulterpolster – insbesondere bei kleinen Frauen – absolut überdimensioniert. Und dennoch, wenngleich zum Teil völlig unvorteilhaft, griffen Frauen zu diesem ausladenden Schnitt. Meine Favoriten-Auswahl aus dieser Modeepoche beschränkt sich daher auf nur wenige Teile. Ganz vorne stehen für mich Overknee Stiefel, da sie endlos lange Beine zaubern. Sie lassen sich sowohl in der Freizeit wie auch in der Arbeitswelt gut einsetzen. Ins Büro trage ich sie zu einem eleganten knielangen Hemdblusen- oder Kaschmirkleid. In diesem Fall muss der Stiefel eine klassische Form haben und hochwertig verarbeitet sein. In der Freizeit kombiniere ich Overknee-Boots zu Boho-Kleidern. Gleich zu welchem Anlass, für mich muss der knielange Stiefel flach sein oder darf allenfalls einen kleinen Absatz haben. Overknees mit Killerabsätzen finde ich zu überladen.

Espadrilles

Als Pendant zum Herbst- und Winterschuh stehen für mich Espadrilles als Sommersaisonartikel. Ich trage sie an heißen Tagen gerne zu Röcken oder Kleidern, aber auch zu schlichten Outfits. Letzteren verleihen sie dann das gewisse Etwas. Die aus Spanien stammenden Schuhe sind wie für den Strand gemacht. Eignen sich aber auch hervorragend für den sommerlichen Alltag. Espadrilles mit Absatz haben nach meinem Empfinden den großen Vorteil, dass sie das Bein strecken, ohne dabei zu sexy zu wirken. Außerdem tragen sich die Naturfasern bei heißen Temperaturen äußerst angenehm, was der ohnehin strapazierte Fuß sicherlich zu schätzen weiß.

In Teil 3 der ”Modegeschichte der vergangenen 100 Jahre” gehe ich auf die Dekaden von 1990 bis 2020 ein. Hier geht es zu –>Teil 1 von 1920 bis 1959.

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